Ein häufiger Irrglaube besagt, dass Menschen mit dunklerer Hautfarbe quasi immun gegenüber Hautkrebs seien. Ich bin der lebende Beweis dafür, dass das nicht stimmt. Genau deswegen finde ich es so frustrierend, wenn Promis wie Kim Kardashian erzählen, sie hätten eine eigene Sonnenbank zu Hause. Da denken dann viele Leute:
Wenn sie das macht, darf ich es auch – und sie sieht so toll aus. Dann wiederum hast du Promis wie Khloe Kardashian, die Hautkrebs auf der Wange hatte. Sonnenbänke können übrigens nicht nur Hautkrebs auslösen, sondern aufgrund ihrer UVA-Strahlung auch Kollagen zerstören, was wiederum für eine vorzeitige Hautalterung sorgt. Wenn du dunklere Haut hast, bist du außerdem anfälliger für
Melasma und Pigmentflecken. Und wenn du mithilfe eines Solariums versuchst, Psoriasis (Schuppenflechte) zu heulen –
so wie Kim Kardashian –, hast du wohl veraltete Informationen bekommen: Ja, wir verwenden in unseren Praxen weiterhin UV-Strahlen zur Behandlung von Schuppenflechte, aber nur schmalbandige UVB-Strahlung mit einer ganz bestimmten Wellenlänge. Diese Strahlung ist somit sicherer und richtet sich gezielt auf die Psoriasis-Zellen. Wir verwenden diese Strahlen nicht so wie in einer Sonnenbank, wo sie alles zerstören, was ihnen in die Quere kommt. Ich glaube demnach nicht, dass Psoriasis und andere Hautbeschwerden gute Ausreden dafür sind, ins Solarium zu gehen. Tatsächlich kann nämlich
jeder Sonnenbrand,
jeder Solariumsbesuch dein Risiko für Hautkrebs steigern. Schon
eine einzige Session kann Hautkrebs auslösen. Jedes Mal, wenn du deine DNA solchen Stressfaktoren aussetzt, kann es sein, dass sie sich davon nie wieder erholt. Mir als Hautarzt wäre es daher lieber, wenn Sonnenbänke ganz verboten würden. Aber es wäre schon ein guter Anfang, wenn du dafür wenigstens 21 Jahre alt sein müsstest.